1. Vorsitzender von MNW tritt zurück

Nicht weil Günter Arlt keinen Spass mehr an der Vereinsarbeit von Mit Natur Wohnen e.V. hat – oder nach den zwei Jahren durch die Aktionen zur Förderung von Natur + Wohnen jetzt alles im grünen Bereich ist… mitnichten. Im September wurde der 1. Vorsitzende von MNW, der für die Freie Wählergemeinschaft Rheda-Wiedenbrück einen Wahlbezirk übernommen hatte, über einen Reservelistenplatz in den Stadtrat gewählt.

Günter Arlt – seit dem 09.11. 2020 für die FWG Mitglied im Rat von Rheda-Wiedenbrück
Es ist die schiere Arbeitsbelastung – die bei der kleinen 2-Mann Fraktion auf die Schultern verteilt werden müssen.

Allein im November und Dezember finden 15 Rats- oder Ausschuss-Sitzungen statt. Dazu sollen in Zukunft auch noch diverse Arbeitskreise und „Runde Tische“ eingerichtet werden. Im Durchschnitt dauern die meisten Sitzungen 2 – 3 Stunden, und zu jeder Sitzung muss man sich durch 100 oder 200 Seiten Beschlussvorlagen durcharbeiten. Das summiert sich im Monat ganz flott zu einem Papierstapel von 1000 + Seiten.

Dann muss man sich nach dem Durchlesen natürlich auch noch in der Fraktion über eine Position zu jedem Tagesordnungspunkt Gedanken machen. Es kommen so locker 40 Stunden … eine volle Arbeitswoche im Monat an Arbeitsbelastung für die überschaubare „Truppe“ der FWG zusammen.

Mit einer Fraktion von 10 oder 20 Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürgern kann man die Arbeit auf genug Schultern verteilen. Von der FWG sind 4 Personen als Ratsmitglied oder sachkundiger Bürger für Rheda-Wiedenbrück benannt! Zum Vergleich: Bei move arbeiten neben den 11 Ratsmitgliedern zusätzlich noch 6 sachkundige Bürger bei den Ausschüssen mit. Oder bei der aus 4 Fraktionsmitgliedern bestehenden FDP unterstützen 11 sachkündige Bürger ihre Fraktionskolleg*innen bei der Arbeit.

„Wenn auch mit schwerem Herzen – Ich kann unmöglich auf zwei so großen Hochzeiten tanzen“

meint der scheidende erste Vorsitzende. Die tagtägliche Arbeit von MNW wird hauptamtlich von den verbleibenden Mitgliedern im Vorstand fortgeführt. Wo Not am Mann ist unterstützt Arlt im Rahmen der knappen Zeit… bis ein neuer 1. Vorsitzender gewählt werden kann. Das ist wahrscheinlich im Januar bei der geplanten Jahreshauptversammlung – vorausgesetzt ein Zusammenkommen unter den Lockdown-Bedingungen wird überhaupt möglich sein?

Die Mitglieder im Verein wollen nicht nur in den eigenen Reihen nach einem neuen 1. Vorsitzenden suchen. Beim Bauen und der Wohnraum-Schaffung in Rheda-Wiedenbrück wird sich in nächster Zeit schwer was tun! Die Subunternehmer des grossen fleischverarbeitenden Betriebs an der Gütersloher Straße ziehen sich aus der Stadt zurück. Fa. Tönnies übernimmt, wie versprochen, die Werksvertragsmitarbeiter in die eigenen Unternehmen. Und will auch weiterhin einen Rundum-Service für die Leute aus Rumänien usw , ähnlich wie in der Vergangenheit, bieten. Anheuern in Rumänien – Ausbilden – Wohnungen an Mitarbeiter vermieten – und sie auch beschäftigen. Bei 5000 Fleischwerkern in Rheda-Wiedenbrück könnte die Firma damit nicht nur der grösste Arbeitgeber sein – sondern auch zum grössten Immobilien-Besitzer in unserer schönen Stadt werden!

Da bleibt für einen Verein mit dem Anspruch – für Wohnen im Einklang mit der Natur zu kämpfen –
in den kommenden Jahren bestimmt noch ein breites Betätigungsfeld.

MNW sucht einen neuen ersten Vorsitzenden – und freut sich auch auf Bewerber –
die nicht unbedingt JETZT schon Vereinsmitglied sind!

Meldet euch! Email <kontakt@mitnaturwohnen.de> oder einfach anrufen: 05242 418 327

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Böses Erwachen aus „architektonischem Alptraum“

© Die Glocke
Rheda-Wiedenbrück | Rheda-Wiedenbrück | 14.11.2020 | Leserbrief Seite 18

Blick auf die andere Straßenseite, wo man vielleicht gekonnt hätte, „wenn man gewollt hätte“

Der Leserbrief von Andreas Wiedenhaus beschreibt die aktuelle Situation beim abreissen und neu bauen in Rheda-Wiedenbrück sehr drastisch und trifft damit wohl voll ins Schwarze! Deshalb hier der Text in ganzer Länge.

=============== Beginn des Leserbriefes =============
Böses Erwachen aus „architektonischem Alptraum“
Zu unserem Bericht „Künstlerwerkstatt Grewe ist Geschichte“ (Ausgabe vom 12. November) schreibt Andreas Wiedenhaus aus Rheda-Wiedenbrück.

Mit dem Abriss der ehemaligen Künstlerwerkstatt Grewe an der Rietberger Straße ist die Stadt um ein weiteres signifikantes Bauwerk ärmer geworden. Abgesehen von Christiane Hoffmann scheint das kaum jemanden wirklich zu stören: Ein bisschen Bedauern beim Stadtoberhaupt, und der Eigentümer weint ein paar Krokodilstränen im Sinne von , ich hätte ja gern, aber…“. Im gleichen Atemzug verweist er auf die andere Straßenseite, wo man ja gekonnt hätte, „wenn man gewollt hätte“. Ein offener Umgang mit den Abrissplänen seinerseits hätte zumindest eine Dokumentation des jetzt Verlorenen ermöglicht. Doch nicht einmal das scheint passiert zu sein.

Jetzt darf man gespannt sein, was an dieser Stelle entsteht. Versprochen wird einiges, doch angesichts dessen, was sonst so aus dem Boden wächst, sollte man skeptisch sein. Serviert wird fast nur noch architektonischer Einheitsbrei: Investoren und Planern scheint nichts Besseres in den Sinn zu kommen, als freigeräumte Grundstücke mit renditeoptimierter Schuhschachtelarchitektur vollzupflastern.

Versuche, die einformigen Betonkisten als „Bauhaus“-Architektur zu verkaufen, ändert an der Gleichförmigkeit allerdings wenig.

Irgendwann wird man sich angesichts des architektonischen Alptraums, der aktuell unsere Stadt heimsucht, verwundert die Augen reiben und sich fragen: „Wie konnte man nur?“ So wie man das nach den „Waschbeton-Orgien“ der 1960er- und 1970er-Jahre – sie bescherten uns solche städtebaulichen Juwelen wie das Rathaus in Rheda oder die Sparkasse an der Wiedenbrücker WasserstraBe – getan hat. Schade, dass man daraus nichts gelernt hat.

Speziell in Wiedenbrück hat alles, was kein Fachwerk ist, so gut wie keine Lobby. Man ergeht sich in romantisierender Nostalgie and lässt das, was keine Eichenbalken hat, links liegen. Aber verantwortungsvolle Stadtplanung ist mehr, als ein paar pittoreske Relikte zu pflegen und ansonsten dem Abrissbagger freie Fahrt zu gewähren. Dass man aktuell einen wichtigen Teil nicht nur seiner Architektur, sondern seiner gesamten historischen Entwicklung opfert, scheint kaum einer der handelnden Personen klar zu sein.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, was der Erhalt eines alten Hauses kostet. Für denjenigen, der mit dem Begriff „Wert“ nur Euro und Cent verbindet, erschließt sich der Aufwand nicht. Das, was dabei herauskommt, wenn erhaltenswerte Bausubstanz in die Hände solcher „Investoren“ fällt, kann man aktuell in unserer Stadt beobachten. Was wohl als Nächstes dem Erdboden gleichgemacht wird?
=============== Ende des Leserbriefes =============

Was wohl als Nächstes dem Erdboden gleichgemacht wird?
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Schlägt das (Bau) Imperium zurück?

Verein “Mit Natur wohnen” soll
angeblich zu kritisches Foto
von der Webseite entfernen!

Wir bitten um Spenden – um den Anwalt zu bezahlen – den wir einschalten MÜSSEN – weil der Kläger sofort vor dem Landgericht Bielefeld Klage eingereicht hat!

Seit Februar 2019 kümmert sich der Verein um die Sorgen von Bürgern, wenn’s um Bauprojekte in ihrer Nachbarschaft geht. Besonders bekannt wurde MNW durch den Einsatz um das Gewerbegebiet am Kiefernweg. Insgesamt hat MNW seitdem bei über 10 Projekten mit Informationen und Beratungen den Anwohnern zur Seite gestanden. Vom B-Plan 317 Varenseller Str. bis B-Plan 422 Wasserkampstr./Hüfferstraße. Außerdem hatte MNW einen Bürgerantrag gestellt, um dem Wildwuchs bei den Gebäudegrößen in Wohngebieten ohne spezifischen Bebauungsplan ein Ende zu setzen. Dort können nach § 34 Baugesetzbuch Projekte mit großzügiger Interpretation, was zu den vorhandenen Häusern paßt, dazwischen gebaut werden. Auch wenn der Bürgerantrag abgelehnt wurde… hat man im Rathaus die vielen Beschwerden der Anwohner zur Kenntnis genommen. Und sich ein paar Bauanträge, wo besonders große Baukörper mit fünf und mehr Wohneinheiten neben Ein- oder Zweifamilienhäusern errichtet werden sollten – noch mal aufs Reißbrett genommen. Dadurch wurde der Verein MNW den Investoren und deren Auftragnehmern im Baugewerbe möglicherweise ein Stachel im Fleisch und ein Dorn im Auge!

Verein MNW den Immobilien Investoren und Baugewerbe ein Stachel im Fleisch?

Im Juni erhielt der Verein das erste Schreiben eines Anwalts mit der Aufforderung, ein Panoramafoto eines Häuserensembles zu löschen. Darauf zu sehen sind mehrere Satteldach-Häuser, wie sie in den 50/60 Jahren in den Randgebieten von Rheda-Wiedenbrück im Siedlungscharakter gebaut wurden. Und in der Mitte, deutlich in der Gestaltung und Anmutung ANDERS, ein recht neues Staffelgeschoss-Flachdachbungalow, drei Stockwerke hoch. Dieses Design sieht man in großer Zahl zum Beispiel auf dem ehemaligen Pflug-Gelände an der Hellingrottstraße. Zwanzig davon in einem Quartier können modern und aus einem Guß aussehen. Jedoch, ein Satteldachgebäude in klassisch roten Backstein dazwischen würde auf jeden Fall als “Alien” das Gesamtbild für manchen Betrachter auch unpassend auffallen.

Über Geschmack lässt sich trefflich, oder auch gar nicht streiten.

Bürger mit denen wir über das Thema gesprochen haben waren wie wir der Meinung, daß EIN solches Staffelgeschoss in einer Reihe von fünf Satteldach-Häusern das homogene Bild der Häuserzeile eher abwertet. Mit einem konkreten Bebauungsplan, wie in der Nachbarschaft zum betreffenden Objekt geltend, wäre die Genehmigung eines solchen so andersartigen Gebäudedesigns sehr wahrscheinlich nicht möglich gewesen!

Das beanstandete Foto ist unter anderen in der Slideshow auf der Vereins-Web-Seite https://www.mitnaturwohnen.de/ zu sehen.

Davon haben wir genug (in unserer Stadt)

Snapshot aus der Slideshow der MNW-Einstiegs-Seite

Wir haben im Juni die Löschung des beanstandeten Fotos abgelehnt. Unserer Ansicht nach ist das ein Angriff auf das Recht der im Grundgesetzt verankerten Meinungsfreiheit. Es war zu keinem Zeitpunkt erkennbar… wo dies Gebäude überhaupt steht. Das Foto könnte überall aufgenommen worden sein… nicht mal unbedingt in Rheda-Wiedenbrück. Kein Name wurde genannt. Keine Adresse.

Das Foto stellt nach Ansicht von Experten keine Rechtsverletzung dar!

Anfang September erhielten wir dann die Klage vom Landgericht. Bearbeiten und beantworten darf in diesem Fall wegen der Streithöhe nur ein Anwalt. Der Mitgliederbeitrag bei MNW beträgt 10 Euro im Jahr. Schüler / Studenten und Empfänger von Sozialhilfe bezahlen die Hälfte. Unsere Mitglieder sind “normale” Einzelhaus-Eigentümer (keine Miet-Millionäre), manche auch selber Mieter, Arbeiter , Angestellte… Rentner, Studenten! Rücklagen in Höhe von ein paar tausend Euro für Anwalts- oder Gerichtskosten haben wir seit 2019 nicht ansparen können. Ein Verein der für Wohnen mit Natur und grüne Gewerbegebiete eintritt, findet auch so schnell keine großzügigen Spender bei Investoren oder Industriellen.

Deshalb wenden wir uns mit diesem Aufruf an Sie – die Bürger von Rheda-Wiedenbrück. Unterstützen Sie uns bitte bei unserem Kampf um die Verteidigung der Meinungsfreiheit – und gegen den Bau-Wildwuchs in ihrer Nachbarschaft! Unser Vereins-Konto ist bei der Kreissparkasse im Ortsteil Wiedenbrück.

Ihre Spende sollte den Vermerk “Mit Natur wohnen für MEINUNGSFREIHEIT” haben.

Die MNW Bankverbindung:
Mit Natur wohnen e.V.
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Kreissparkasse Wiedenbrück, Wasserstraße
BIC : WELADED1WDB

Oder spenden Sie am besten gleich hier – mit Ihrem Paypal Konto !

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

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Bauliche Verunstaltung in alten Wohngebieten nach §34 BauGB

Einen interessanten und hochaktuellen Beitrag hat dazu die UWG Gütersloh kürzlich veröffentlicht!

Hier der auszugsweise Text.

Keine Lex Pavenstädt, sondern eine Lex Deutschland ist dringend erforderlich: Die BfGT Fraktion hat einen Antrag zur Aufstellung eines Bebauungsplanes in Pavenstädt gestellt. Der Antrag wurde dahingehend ergänzt, dass auch für alle anderen betroffenen Stadtgebiete der Stadt Gütersloh Bebauungspläne aufzustellen seien. In der Sache selbst geht es darum, dass nach der geltenden Rechtsprechung in bebauten Gebieten ohne gültigen Bebauungsplan – völlig unangepasst an die umgebende Bebauung – gebaut werden darf. De facto werden neben alten Siedlungshäusern mit einem steilen Dach große Flachdachobjekte mit drei Etagen errichtet. Sowohl von der Baumasse her, als auch der Nutzung her, mit fünf oder mehr Wohnungen, wird jeder Maßstab gesprengt…..

Den kompletten, auch für uns in Rheda-Wiedenbrück besonders zutreffenden Beitrag findet man HIER!

Apell in eigener Sache!

Wir von Mit Natur wohnen e.V. in Rheda-Wiedenbrück sind ein gemeinnütziger Verein und finanzieren unsere Aktionen ausschließlich aus Mitgliedsbeträgen und Spenden. Wir erhalten zB. nicht wie die Parteien Unterstützung aus öffentlichen Kassen!

Der Mitgliederbeitrag bei MNW beträgt 10 Euro im Jahr. Schüler / Studenten und Empfänger von Sozialhilfe bezahlen die Hälfte. Unsere Mitglieder sind “normale” Häusle-Eigentümer (keine Werksvertrags-Miet-Millionäre). Viele sind auch selber Mieter, Arbeiter , Angestellte… Rentner, Studenten!

Ein Verein der für Wohnen mit Natur und grüne Gewerbegebiete eintritt, findet keine großzügigen Spender bei Investoren oder Industriellen. Deshalb wenden wir uns mit dieser Bitte an Sie. Unterstützen Sie uns bei unserem Kampf für klimafreundliche Wohnbebauung und nachhaltige grüne Gewerbegebiete in unserer schönen Stadt!

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Baustopps laut Verwaltung nur in Einzelfällen

Ein Kommentar von Günter Arlt am 29.09.2020

Seit Januar 2019 kämpfen die Aktiven im Verein „Mit Natur wohnen“ um Nachbarschafts-verträgliche Wohnbauprojekte in Nachverdichtungsgebieten von Rheda-Wiedenbrück. Und um grüne Gewerbegebiete wo Industrie 4.0 Unternehmer am Werke sind – die nachhaltige und fair bezahlte Arbeitsplätze für die Bürger unserer Stadt schaffen. In dieser Zeit haben sich die Mitglieder von MNW um mehr als 10 Bebauungspläne gekümmert, den Anwohnern mit Rat beiseite gestanden – das spektakulärste ist sicher das Gewerbegebiet am Kiefernweg (B-Plan 400). Und es wurde viel erreicht! Kiefernweg soll laut dem technischen Beigeordneten das grünste Gewerbegebiet der Republik werden. Und es gelang auch – Wohnbauprojekte , wo sechs-Familienhäuser in futuristischem Design in bestehende 50’Jahre Siedlungsquartiere „transplantiert“ werden sollten, nochmal auf den Prüfstand zu stellen.

Das nervt die Investoren… die gerne den maximalen Profit aus ihrer Investition ins neu gekaufte Grundstück geholt hätten, aber bitte presto-presto! Aber es verwundert den Zuschauer schon.. das man sich nicht persönlich an die Öffentlichkeit wendet.. .sondern auf einflussreiche Unterstützer in der Politik setzt. Da werden die Strippen gezogen und Druck ausgeübt.. in der Öffentlichkeit – und auch auf anderen Wegen. Wir fassen hier noch mal die Stimmen in den Medien der letzten Wochen zusammen!

Zuerst ein Text-Auszug aus der Glocke, Rheda-Wiedenbrück – vom 11.09.2020 – eine Stellungnahme zu einem Zeitungsbericht des fraktionslosen Ratsmitglieds T. Theilmeier zum Thema : Baustopp verhängt trotz akuter Wohnungsnot!

Baustopps laut Verwaltung nur in Einzelfällen

Das möchte die Stadt nicht auf sich sitzen lassen: Wie diese Zeitung (die Glocke) berichtete, hatte der parteilose Ratsherr Thomas Theilmeier in der jüngsten Sitzung des zuständigen Fachausschusses angeprangert, dass die Verwaltung bei Baugenehmigungen auf die Bremse trete, und von einem Paradigmenwechsel gesprochen. (Anmerkung von MNW zum Verständnis – Wikipedia erklärt dies kryptischen Fremdwort wie folgt: Der Ausdruck Paradigmenwechsel wurde 1962 von Thomas S. Kuhn geprägt und bezeichnet in dessen wissenschaftstheoretischen und wissenschaftshistorischen Schriften den Wandel grundlegender Rahmenbedingungen für einzelne wissenschaftliche Theorien, z. B. Voraussetzungen „in Bezug auf Begriffsbildung, Beobachtung und Apparaturen“, die Kuhn als Paradigma bezeichnet.)

Viele Bauunternehmer sehen das ähnlich. Gleichwohl sei der entstandene Eindruck falsch, heißt es aus dem Rathaus.

Mitnichten existiere im Rathaus eine Rote Liste, und ebenso wenig habe ein Paradigmenwechsel in der Genehmigungspraxis stattgefunden, teilt die Verwaltungsspitze schriftlich mit. Grundsätzlich sage man „ja zu einer gesteuerten Wohnraumentwicklung und auch zu einer deutlichen, aber maßvollen Nachverdichtung“. Aus diesem Grunde seien im Rathaus in den vergangenen drei Jahren gut zwei Dutzend Baugebiete unterschiedlicher Größe für die Planung und Entwicklung vorbereitet worden.

„Zusammen mit dem erheblichen Potenzial der Nachverdichtung sind somit zuletzt Genehmigungen zur Schaffung von 150 bis 250 Wohnungen pro Jahr ausgesprochen worden“, heißt es in dem Schreiben. Angesichts dessen sei man zuversichtlich, „in den nächsten 15 Jahren unser Ziel von mehr als 3000 zusätzlichen Wohnungen zu erreichen“.

„Allein die Menge der Genehmigungen macht deutlich: Eine Rote Liste oder systematische Baustopps hat es nie gegeben“, widerspricht die Verwaltungsspitze Investoren und Unternehmern. „Darstellungen diesbezüglich sind grob unwahr.“ Ebenso falsch sei es, dass es einen Paradigmenwechsel bei der Bauverwaltung gegeben hat. „Richtig ist, dass ein solcher bei Investoren und Architekten spürbar ist, die in gewachsenen Wohnlagen ungewohnt großvolumig planen und bauen wollen. Dieser deutlich negativen Entwicklung tritt die Stadt entgegen und wird diese Entwicklung verhindern.“

Weiter heißt es in dem Schreiben, das die Verwaltung jederzeit Gespräche mit Investoren und Architekten über Baugebiete sowie Einzelprojekte führe und versuche, „eine maßstäbliche und der Lage angemessene Bebauung zu erreichen“. Wenn dies auf grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen des Geldgebers treffe und eine Einigung nicht möglich sei, „kann dies in Einzelfällen zu einem Baustopp führen“. Dabei sei in jedem Fall eine Einzelbetrachtung des Projekts und seiner Umgebung ausschlaggebend, schreibt die Verwaltung.

Den Verantwortlichen im Rathaus ist eigenen Angaben zufolge durchaus klar, „dass die Menschen heute anders Leben und der Wohnraumbedarf auch in gewachsenen Lagen andere Antworten sowie mehr Dichte bedeutet. Dies müsste aber im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung „maßvoll und gebietsverträglich realisiert werden“.

Hier der Zeitungsausschnitt als Foto.

Es ist schon bemerkenswert wie den lieber anonym bleibenden Investoren Schützenhilfe aus den Reihen jener geleistet wird… die in der Baubranche tätig sind oder ihr nahe stehen. Zum Beispiel auch bei einem gestoppten Projekt im OT Wiedenbrück , wo auf einem vormaligen Werksvertragsmitarbeiter- Altbauobjekt erst sechs… dann fünf Familienhäuser auf 780 m2 Grundstücksfläche gebaut werden sollten – ein jedes mit vier Zimmern zum Schlafen!

Bezug ist Die Glocke Beitrag vom 28.05.2020 von Kai von Stockum: Behörde widerruft Baugenehmigung.

Spannend bleibt , wie in der Legislaturperiode 2020 – 2025 die Ausschüsse im neuen Rat besetzt werden? Besonders nach dem eklatanten Absturz der Mehrheitsfraktion CDU und dem kometenhaften Aufstieg des Newcomers Move. Frage ist – werden auf die Schlüsselpositionen in den Ausschüssen –

Wo über das wo und wie und wann vom Bauen in Rheda-Wiedenbrück die Weichen gestellt werden,

wie in der Vergangenheit, Ratsmitgliedern gesetzt – die in der Baubranche ihren Lebens- oder Arbeitsmittelpunk haben?

Apell in eigener Sache!

Wir von Mit Natur wohnen e.V. in Rheda-Wiedenbrück sind ein gemeinnütziger Verein und finanzieren unsere Aktionen ausschließlich aus Mitgliedsbeträgen und Spenden. Wir erhalten zB. nicht wie die Parteien Unterstützung aus öffentlichen Kassen!

Der Mitgliederbeitrag bei MNW beträgt 10 Euro im Jahr. Schüler / Studenten und Empfänger von Sozialhilfe bezahlen die Hälfte. Unsere Mitglieder sind “normale” Häusle-Eigentümer (keine Werksvertrags-Miet-Millionäre). Viele sind auch selber Mieter, Arbeiter , Angestellte… Rentner, Studenten!

Ein Verein der für Wohnen mit Natur und grüne Gewerbegebiete eintritt, findet keine großzügigen Spender bei Investoren oder Industriellen. Deshalb wenden wir uns mit dieser Bitte an Sie. Unterstützen Sie uns bei unserem Kampf für klimafreundliche Wohnbebauung und nachhaltige grüne Gewerbegebiete in unserer schönen Stadt!

Die MNW Bankverbindung:
Mit Natur wohnen e.V.
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Kiefernweg – das grünste Gewerbegebiet der Republik

Die Glocke | Ausgabe: Rheda-Wiedenbrück | 05.09.2020 | Seite 18|Von Kai von Stockum

Rheda-Wiedenbrück (gl). Als einen Schritt in die richtige Richtung betrachtet der Verein „Mit Natur wohnen“ die Tatsache, dass eine Entscheidung über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Kiefernweg in die nächste Legislaturperiode verschoben worden ist. Darf man den Ankündigungen der Verwaltungsspitze folgen, ist das Regelwerk derart stark überarbeitet worden, dass das Areal westlich der Autobahn das grünste Gewerbegebiet Deutschlands wird.

Grün, grüner, am grünsten: Es sind vor allen Dingen etliche ergänzende Vorschläge der Ökopartei gewesen, die am Donnerstagabend in der Stadthalle dazu führten, dass sich der Bau-, Stadtentwicklungs-, Umwelt und Verkehrsausschuss in Absprache mit der Stadtverwaltung darauf verständigte, das Thema nach der Kommunalwahl am 13. September erneut zu beraten. Ungeachtet dessen haben Bürgermeister Theo Mettenborg und sein Team schon jetzt eine Vorstellung vom Bild des Gewerbegebiets, das seinesgleichen sucht.

Der Technische Beigeordnete Stephan Pfeffer (Foto) kündigte begrünte Lärmschutzwände, Blockheizkraftwerk, jede Menge Bäume, Beschränkungen der Dimensionen von Hallen und eine Anbindung an das Waldwegenetz an, überdies eine mehrere tausend Quadratmeter große Versickerungsgrube für Oberflächenwasser und einiges mehr. „Wir haben die Möglichkeit, über Kaufverträge Einfluss zu nehmen auf die DNA der Gebäude“, gab er die Marschrichtung vor. „Wir sind die Generation, die das Ruder rumreißen kann“, bediente sich der Spitzenbeamte einer Sprache, die man gemeinhin vor allem von den Grünen kennt. Man denke „im Verbund mit dem Wald“.

Der Grüne Hans-Hermann Heller-Jordan mochte es am Donnerstagabend kaum glauben. „Die derzeitige Planung bleibt dennoch bei grüner Kosmetik stehen“, monierte er denn auch und reichte einen Forderungskatalog nach. Verbunden war das mit dem Antrag, eine Entscheidung über den Satzungsbeschluss erneut zu vertagen und die Verwaltung zu beauftragen, „eine nachhaltige Gesamtkonzeption unter Berücksichtigung klimarelevanter Aspekte“ zu erstellen. Viele Einwände aus der Bürgerschaft seien pauschal als als unbegründet zurückgewiesen worden.

Demonstration: Anlieger protestieren am Donnerstagabend kurz vor Beginn der Ausschusssitzung vor der Stadthalle gegen die Ansiedlung von Gewerbe am Kiefernweg Foto: von Stockum

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Kiefernweg-Gegner protestieren (am 03.09.2020)

© Die Glocke
Rheda-Wiedenbrück | Rheda-Wiedenbrück | 29.08.2020 | Seite 17
Von Katharina Werneke Rheda-Wiedenbrück (gl).

Donnerstag vor der Stadthalle

Die Meinungen von Verwaltung und Anwohnern darüber, wie das Gewerbegebiet am Kiefernweg in Rheda entwickelt werden soll, liegen noch immer weit auseinander. Der Verein „Mit Natur wohnen“ (MNW) hat für den kommenden Donnerstag eine Demonstration angekündigt, teilt Vorsitzender Günter Arlt mit. Er sagt: „Einige Anwohner fühlen sich von den Verantwortlichen, die so vollmundig Unterstützung für die Bedenken der Anlieger versprachen, hinters Licht geführt.“ Etwa eine Viertelstunde vor der Bauausschusssitzung am 3. September wollen sich die

Rheda-Wiedenbrück (gl). Die Meinungen von Verwaltung und Anwohnern darüber, wie das Gewerbegebiet am Kiefernweg in Rheda entwickelt werden soll, liegen noch immer weit auseinander. Der Verein „Mit Natur wohnen“ (MNW) hat für den kommenden Donnerstag eine Demonstration angekündigt, teilt Vorsitzender Günter Arlt mit. Er sagt: „Einige Anwohner fühlen sich von den Verantwortlichen, die so vollmundig Unterstützung für die Bedenken der Anlieger versprachen, hinters Licht geführt.“

Etwa eine Viertelstunde vor der Bauausschusssitzung am 3. September wollen sich die Kritiker der Kiefernwegpläne vor der Stadthalle versammeln, um ihre Meinung zum Bebauungsplan für das Gewerbegebiet öffentlich kundzutun. Um 17 Uhr beginnt die Zusammenkunft der Ausschussmitglieder, in der unter anderem die Fassung des Satzungsbeschlusses für die Überplanung des rund 8,68 Hektar großen Areals zwischen Autobahn, Holunder- und Lindenstraße in Rheda auf der Tagesordnung steht. Gewerbe- und Wohnbaufläche soll dort geschaffen werden.

Ähnlich vorgegangen waren die Kritiker bereits Mitte März, als der Bauausschuss ebenfalls in der Stadthalle über die Offenlage des überarbeiteten Planbeschlusses sowie Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange abstimmte.

Die Auslegung der Pläne hatte vom 8. Juni bis 15. Juli stattgefunden. Der MNW-Vorsitzende bemängelt nun, dass 95 Prozent der Vorschläge und Einsprüche von Anwohnern und Betroffenen, um das bisher recht graue Gewerbegebiet am Kiefernweg nachhaltiger und grüner zu machen, abgebügelt worden seien. „Der Anregung wird nicht gefolgt“, „Die Bedenken werden zurückgewiesen“ oder „Die Anregung betrifft nicht die Inhalte der vorliegenden Bauleitplanung“: Mit diesen Standardformulierungen seien fast alle Einwände abgemeiert worden, sagt Arlt.

Vor allem die Verkehrserschließung bereitet den Kritikern Sorge. Aber ihre Befürchtung, dass es sich an der Kreuzung Holunderstraße/Kiefernweg um einen Gefahrenpunkt handelt, hat der städtische Fachbereich Stadtplanung/Bauordnung zurückgewiesen. „Die Sichtfelder sind unter Berücksichtigung der zulässigen Geschwindigkeit ausreichend dimensioniert. Somit sind keine weiteren verkehrslenkenden Maßnahmen erforderlich“, heißt es von der Kommune.

Andere Bürgeranregungen beziehen sich etwa auf die Begrünung von Fassaden, das Errichten eines Wildreservats oder die Frage nach Gebäudegrößen und danach, inwieweit Nachtarbeit zugelassen wird.


Wo bislang noch alles grünt und blüht, soll demnächst ein Gewerbegebiet entstehen. Weil sich Anwohner und Kritiker der Kiefernweg-Pläne von der Stadtverwaltung nicht ernst genommen fühlen, wollen sie am kommenden Donnerstag, 03.09.2020  demonstrieren.
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Kiefernweg Demo Do. 3.9. ab 16:30 an der Stadthalle Rh-Wd

Am Do 3.9.2020 wird unter anderem der B-Plan 400 Kiefernweg Gewerbegebiet im Bau-Ausschuss abschliessend für den Ratsbeschluss am Mo. 7.9. beschlussfertig verabschiedet!

Wie man dem download weiter unten im Text entnehmen kann, wurden 95 % der Vorschläge und Einsprüche von Anwohnern und Betroffenen, um aus dem bisher echt grauen Gewerbegebiet am Kiefernweg doch noch ein nachhaltiges – grünes, wie vom Bürgermeister versprochen, zu machen, mit:

  • Der Anregung XY wird nicht gefolgt
  • Die Bedenken in Bezug auf XY werden zurückgewiesen

Oder

  • Die Anregung betrifft nicht die Inhalte der vorliegenden Bauleitplanung

beantwortet.

Einige Anwohner fühlen sich von den Verantwortlichen, die so vollmundig Unterstützung für die Bedenken der Anwohner versprachen, hinters Licht geführt und sind sehr verärgert…

Um das den Ausschuss/Ratsmitgliedern auf dem Weg zur Sitzung am 3.9. zu verdeutlichen, wurde vom Verein MNW eV Demonstrationen bei der Kreispolizeibehörde in Gütersloh angemeldet.

Nach den positiven Rückmeldungen der Polizei zur Organisation der MNW Demo vor der Stadthalle am 14.5. sehen wir kein Problem seitens der Kreispolizeibehörde… das das Durchführen dieser Demonstration gefährden könnte. Das wird also stattfinden!

Wir sehen uns am nächsten Donnerstag dem 3.9. so ab 16:30…..– Lärm ist erlaubt – Trillerpfeifen wurden zur Demo angemeldet! Gebt den Ausschussmitgliedern einen lautstarken Empfang… um zu zeigen was wir von den politischen Winkelzügen der Fraktionen kurz vor der Kommunalwahl halten! Erinnert doch wirklich, auf deutsch gesagt, an sowas wie ein Schmierentheater?

Zur Kenntnißname: In den sozialen Medien wird viel Propaganda für das Gewerbegebiet und GEGEN unsere Initiative verbreitet – wo die Anwohner als egoistische Wutbürger – Neinsager – gegen den Nutzen der Allgemeinheit usw… verunglimpft werden! Gegen diese Populisten die bewusst oder uninformiert Falschmeldungen verbreiten hier noch mal ZUM MITSCHREIBEN!!! MNW eV stellt sich nach einem Beschluss der Hauptversammlung vom Februar 2020 NICHT grundsätzlich gegen das Gewerbegebiet am Kiefernweg –

JA zu unseren Handwerksbetrieben die wachsen wollen; und Start-up Unternehmen mit innovativen neuen Produkten, am besten mit grünen Technologien oder im Bereich Industrie 4.0!

Der Bürgermeister hat uns vom Vereinsvorstand und auch Anwohnern in persönlichen Gesprächen das Grünste Gewerbegebiet von Rheda-Wiedenbrück versprochen. Und die Anwohner vom Kiefernweg wollen Ihn und seine Partei beim Wort und in die Pflicht nehmen… auf Worte endlich ECHTE Taten folgen zu lassen.

Bis nächsten Donnerstag.

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Online Bürgerbeteiligung ISEK Umfrage verlängert bis einschließlich 31. August 2020

Die Stadtverwaltung fragt um Eure Meinung – bittet um Eure Verbesserungsvorschläge! Wo drückt der Schuh?

Jetzt unbedingt DIESEN Link für die ISEK-Umfrage Wiedenbrück aufrufen!

+++ Beteiligungszeitraum verlängert +++

Liebe Leute,

im Rahmen des derzeit in Erarbeitung befindlichen ISEK historischer Stadtkern Wiedenbrück+ möchten wir Sie um Ihre Mithilfe und Beteiligung bitten. Sie kennen Ihre Innenstadt am besten und sollen deshalb als Expert*innen Ihre Erfahrungen in den Prozess mit einbringen.

Vom 24. Juni bis einschließlich 31. August 2020 haben Sie hier die Möglichkeit, sich am Entstehungsprozess des ISEK historischer Stadtkern Wiedenbrück+ zu beteiligen.

Sie können auf der digitalen Karte Orte markieren und kommentieren. Benennen Sie ihren Lieblingsort, Orte bei denen sie einen Handlungsbedarf oder Mangel sehen oder für die sie bereits Ideen haben. Die Ergebnisse der Onlinebeteiligung werden dann in die weitere Bearbeitung der ISEK Erstellung einfließen.

Klicken Sie hierfür einfach in die interaktive Karte und teilen Sie uns Ihre Ideen mit.

Wir von der Stadt Rheda-Wiedenbrück freuen uns auf Ihre Anregungen!

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Umfrage: Korruptions-Vermeidungs- Checkliste für’s Rathaus?

Lang ist’s her – ein leitender Mitarbeiter aus dem Rathauses fährt mit einem Firmengründer auf Urlaub nach Mallorca – es wird der Bau einer Fabrik im Wassergewinnungsgelände genehmigt. Großzüge Spende eines Unternehmers für die Flora – ein ganz persönliches Gewerbegebiet wird möglich. Stadtplanteppich-Spende für die Wiedenbrücker Schule – Investor bekommt „seine“ Einbahnstrasse.

Natürlich alles reiner Zufall!

Na – wenn das so ist dann können die Ratsfrauen und Ratsmänner
einem zukünftigen Bürgerantrag zur Korruptionsprävention in der Kommune

doch mit gutem Gewissen zustimmen!

Dazu ist eure Meinung gefragt!

April 2019 haben wir anlässlich eines Gesprächs mit dem Bürgermeister die Transparency Deutschland „Checkliste für self-Audits zur Korruptionsprävention in Kommunen“ überreicht. Weil wir der Meinung sind, das es in unserer schönen Stadt hinsichtlich Compliance Regeln durchaus Handlungsbedarf gibt. Anlass ist die unverbindliche Behandlung der Bürgerfragen zur Baumfäll-Aktion an der Emser Landstrasse vom 28.2.2019. Fragen dazu wurden an Stellen beim Auftraggeber Open Grid Europe und an die Verwaltung gerichtet… aber auch über die Medien wie die Glocke und Neue Westfälische Zeitung. Die Antworten bleiben nichtssagend und tragen nicht zur Akzeptanz dieser Baumfäll-Massnahme bei.

Folgende Anregungen wurden von Seiten des Vereins zum Thema Korruptionsprävention in der Stadtverwaltung Rh-Wd angefordert:

  • Self-Audits gemäss Transparency Fragebogen für relevanten Stellen in Verwaltung und den städt. Betrieben
  • unabhängiger Compliance Ombudsmanns für „whistleblower“ aus Verwaltung, Bürgerschaft oder Unternehmen
  • Ein ausführliches Antikorruptionskonzept für die Stadtverwaltung/öffentlichen Betriebe – wie Bielefeld
  • Alle Mitarbeiter in kritischen Bereichen bestätigen quartalsweise das Einhalten der Compliance-Regeln

Passiert ist in den letzten 15 Monaten zu der MNW Anfrage GAR NICHTS!

Deshalb fragen wir EUCH – die Bürger! JETZT!

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